Axel Heil geb. 1965 / Uwe Lindau geb. 1950 I Im Zeichen des Skorpions I 1996/98

Sammlungsblöcke


Im Zentrum der Sammlung stehen die deutsche Kunst nach 1945 und ihre Vorläufer zu Beginn der 1920er Jahre, gelegentlich mit regionaler Akzentuierung, was am Oberrhein auch den Blick über die Grenzen nach Frankreich und in die Schweiz einschließt. Der historischen Entwicklung entsprechend lassen sich auch in der Eröffnungsausstellung das Nebeneinander und gelegentliche Gegeneinander von abstrakter und figurativer Kunst ablesen.

Mit Hauptwerken des deutschen Informel der 1950er und 1960er Jahre, unter anderem von Künstlern aus den Gruppen "Quadriga" und "ZEN 49", sowie den zeitgleich in Frankreich entstehenden "Realités Nouvelles" bildet die "Lyrische Abstraktion" einen Schwerpunkt der Sammlung. Ebenso große Aufmerksamkeit wird aber auch den Brüchen und Kontinuitäten in der Entwicklung der Figuration in den 1920er Jahren und nach dem Zweiten Weltkrieg geschenkt. Werke von Paul Kleinschmidt, Karl Hubbuch, Otto Laible oder Karl Hofer führen dabei anschaulich die Fortschreibung einer "Tradition der Moderne" vor Augen. "Das Unbekannte in der Kunst" und die Anfänge einer "Neuen Figuration" werden nicht nur von Willi Baumeister und HAP Grieshaber, sondern auch durch die nächstjüngere Generation, etwa mit Werken von Horst Antes, Herbert Kitzel oder Heinz Schanz formuliert. Von der "Karlsruher Figuration" führt der Weg über die Protagonisten der Münchner Gruppen "Spur", "Wir", "Geflecht" und "Kollektiv Herzogstraße" direkt in die bewegten 1980er Jahre, in der nicht nur den "Jungen Wilden" im Westen, sondern auch der ganz eigenständigen Entwicklung der Kunst in der ehemaligen DDR Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dem "Phänomen Berlin" als Inselmetropole wird in ungewöhnlichen Gegenüberstellungen Rechnung getragen.

Konzentriert sich die Sammlung bis in die 1990er Jahre auf die klassischen Medien Malerei, Bildhauerei und Graphik, so erweitert sich das Spektrum bei den Werken junger, zeitgenössischer Kunst auch auf Fotografie, installative Werke und neue Medien. Mit der von Rüdiger Hurrle inszenierten Reihe "Profile in der Kunst am Oberrhein" stehen hier die Absolventen der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe und der Stuttgarter Hochschule, sowie die jüngste Künstlergeneration aus Baden-Württemberg im Zentrum, die in Berlin einen neuen Brennpunkt gefunden hat und die internationale Situation mitbestimmt.


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